Knowing is not enough,
we must apply.
Willing is not enough,
we must du.

Bruce Lee
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Strahlung 1/2

Die Sunday Times berichtete am 22.4.2007 ganzseitig über die Zunahme von Krebsfällen und Erkrankungen von Kindern um einen Mobilfunkmasten in Coleshill und die heftigen Auseinandersetzungen in dieser Sache:
„Margaret Hines–Randle kämpft gegen den Krebs, doch sie steht nicht allein in ihrem Kampf. Die meisten Menschen in ihrer Straße kämpfen gemeinsam mit ihr, seitdem sie selbst auch an dieser Krankheit leiden. Nach der neuesten Zählung leiden 30 ihrer unmittelbaren Nachbarn ebenfalls an der Krankheit bzw. sind bereits an ihr gestorben ... Noch besorgniserregender ist vielleicht, dass die außergewöhnliche Häufung von Erkrankungen in Coleshill keineswegs einzigartig ist. Häufungen von Krebs- und anderen Krankheitsfällen in der Nähe von Masten wurden auch in anderen Landesteilen festgestellt und die Furcht vor Mobilfunkmasten ist weit verbreitet ... Unter Wissenschaftlern besteht kein Zweifel, dass elektromagnetische Strahlung der Art, wie sie von Telefonmasten ausgeht, bei hoher Intensität Krebs verursachen und genetische Schäden hervorrufen können. Die Wissenschaft ist jedoch darüber uneins, welche Pegel als unschädlich zu betrachten sin."

Selbstverständlich wird dies von der Mobilfunkindustrie bestritten:
„Die Mobilfunkfrequenzen gehören zur nichtionisierenden Strahlung. Ihre Energie liegt etwa 1.000.000fach unter der Energie, die erforderlich ist, um chemische Bindungen (z. B. in Nukleinsäuren) aufzubrechen. Anders als UV-Licht oder Röntgenstrahlung sind Mobilfunkfelder somit aus energetischen Gründen nicht in der Lage, das Erbgut direkt zu schädigen und so einen Tumor zu initiieren." (aus der Ärzte-Broschüre des IZMF, 3.1.)

Von einem „Betreiber", der mit Mobilfunk Geld verdient, ist keine andere Aussage zu erwarten. Wissenschaftlern, die unabhängig die Wirkungen der Mobilfunkstrahlung auf die Körperzellen untersuchen, treffen da ganz andere Aussagen. Eine von der EU finanzierte, internationale Studie, an der auch Forscher der Uni-Klinik Benjamin Franklin (Steglitz) beteiligt waren, kam zu folgenden Ergebnissen:

Handyübliche Strahlungen bewirken schwere Zellschädigungen, knacken die DNS, die das Erbgut trägt. Das bewiesen zwölf Forscherteams in sieben europäischen Ländern unabhängig voneinander. Schlimmer noch: Nach Auskunft des Wiener Wissenschaftlers Hugo Rüdiger, einem der Forscher, hat die Industrie in den vergangenen Monaten in Brüssel massiv versucht, die Ergebnisse zu unterdrücken.

Die Ergebnisse der Studie sind erschreckend: „Seit 40 Jahren gilt die Lehrmeinung, dass elektromagnetische Felder zu schwach sind, um das Erbgut zu verändern", sagt Projektleiter Franz Adlkofer. „Unsere Ergebnisse haben das Gegenteil gezeigt." Trotz unterschiedlicher Nachweismethoden kamen die Forscher zum gleichen Ergebnis: Ab einem SAR-Wert von 1,3 Watt pro Kilogramm Körpergewebe kam es zu Einfach- und Doppel-Strangbrüchen. Der Grenzwert für Mobiltelefone beträgt 2 Watt pro Kilogramm.

Weitere Studien hatten ergeben, dass bei getesteten Ratten die Strahlung sogar die Blut-Hirn-Schranke aufweichte - die Ratten-Gehirne bekamen Löcher. Diese Barriere ist aber überlebensnotwendig. Die Wiener Forschungsgruppe fand außerdem heraus, dass die beschädigte DNS vom Körper längst nicht so gut repariert wird, wie man bisher glaubte.

Was sich bereits bei Werten unterhalb der Grenzwerte ereignete, zeigt eine Studie im Auftrag der Telecom, deren Feststellungen vor Jahren bereits publik wurden.

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